Spruch


Learn the rules like a pro,
so you can break them like an artist. -
Wer will, sucht Wege, wer nicht will, sucht Gründe

Mittwoch, 23. September 2015

Origami-Täschchen

Hallo ihr Lieben,

neulich hat mir eine liebe junge Dame leihweise ein Mustertäschchen überlassen. Natürlich hat mich das gereizt und ich hab versucht, dem Nähgeheimnis auf die Spur zu kommen. Wer das Original genäht hat ist unbekannt, es wurde irgendwann mal aus dem hohen Norden mitgebracht. Falls es jemand erkennt, bitte melde dich.

Hier zeige ich euch mein Ergebnis, das zwar von den Originalmaßen abweicht - aber: das Prinzip habe ich kapiert:


Wenn es euch interessiert, seht mal wie ich das gemacht hab:

1. Zuschnitt 30x30 cm, 2 verschiedene Stoffe, re auf re zusammennähen, Wendeöffnung nicht vergessen. Nach dem Wenden die Öffnung schließen und gleichzeit rundum abnähen (hab ich 1/4 inch breit getan).

 
2. Mitte markieren
3. zwei gegenüber liegende Seiten einklappen und überlappend mittig zusammennähen, das sollte eigentlich mehr überlappen, aber mit meinem Test-Maßen war das nicht möglich



 



4. Jetzt an der Mittelnaht zusammen klappen und die kurzen Seiten (1/8 inch) absteppen. Nicht ganz bis zum oberen Rand wegen dem späteren Bandeinzug. Wenden! Geht ein bißchen schwer, weil die Lagen dick sind.




 
5. Leider hab ich erst jetzt den Bandeinzug (wie gesteckt) der Vorder- und Rückseite abgenäht. Das könnte man der Bequemlichkeit halber vor Schritt 4 tun.




6. Band einziehen, Knopf annähen (im Original wurde ein wattiertes Herz aufgenäht, hatte ich grad nicht zur Hand).


 Fertig:

ach ja! Bodenecken abnähen ist auch eine Option
Mit anderen Stoffen kann das auch gut ein Kommuniontäschchen werden. Oberstoff in weiß, so dass unter den Klappen eine Konträrfarbe hervorspitzt.

Hoffentlich hab ich das jetzt einigermaßen verständlich hingekriegt. Falls euch Ungereimtheiten oder Fehler auffallen, bitte meldet euch. (ist meine erste Anleitung).

Ich wünsch euch einen schönen Tag
bis demnächst
eure eSTe

Sonntag, 20. September 2015

Babyquilt #zwei fertig

Hallo ihr Lieben,

ganz überraschend wurde ich angefragt, nochmal einen Babyquilt (BQ) zu nähen. Das tu ich natürlich gerne, denn es macht mir wirklich Spaß. So ein Babyquilt ist ja von Natur her ein eher kleineres Projekt, überschaubar und vor allem bequem zu quilten (diese "riesigen" - naja eigentlich sind sie normal groß - Decken zu quilten, ist für mich ja immer echte Arbeit).
Angelehnt an den BQ #eins habe ich wieder bewährte Blöcke genäht und doch auch neue eingearbeitet. Diesmal für einen Jungen, deshalb die Autos und überwiegend blaue Stoffe. Am schönsten finde ich ja immer die Auswahl der Stoffe für das ausgesuchte Blockmuster. Prima, wenn man einen reichhaltigen Fundus hat; mittlerweile füllt sich auch meine Schublade mit Kinderstoffen.
Tja, wenn man gut dabei ist, geht das locker von der Hand.

Also hier zeige ich euch BQ #zwei. Der rechte obere Block wird euch vielleicht ein bißchen merkwürdig vorkommen. In dem quadratischen Mittelteil ist Füllwatte, also etwas weiches zum Greifen. In den Detailfotos eher erkennbar.

knapp 100x100 cm
und hier die einzelnen Blöcke:

in der Tasche kleines Cordviereck mit Glöckchen und Vlies gefüllt






in der Ecke ein Bändchen um ggf. einen Beißring einzuhängen


zwei Flauschteddys im Täschchen zum Knuddeln
Die Flauschteddys sind aus Motivstoff ausgeschnitten und mit einem weichen Pünktchenstoff zusammengenäht. Sie lassen sich gut waschen und bespielen.

Alles in allem gefällt er mir wieder richtig gut und ich hoffe, so geht es auch dem Baby und den glücklichen Eltern. Übrigens: vor dem Verschenken wasche ich die Babyquilts und sie wandern in den Trockner. Damit haben sie schon mal eine Bewährungsprobe hinter sich und die Mamas sparen sich das erste Waschen.



Das war eine willkommene Abwechslung, vor allem ein schnelles Projekt: in drei Tagen von der Planung zum Endergebnis.
Jetzt geht's aber gleich wieder ernsthaft an das Sandwich vom Mikado.

                                                      
 Also schöne Zeit bis demnächst
                                                           eure eSTe

Montag, 14. September 2015

Mikado-Top fertig

Hallo ihr Lieben,

nachdem ich am Wochenende verplant war (gestern z. B. war ich mit meiner Quiltfreundin Gabi bei der Patchworkmesse in Erding) konnte ich es kaum erwarten an meinem Mikado-Quilt-Top weiter zu arbeiten.
Da ich ja alles schon im Kopf hatte war es ja nur noch Näherei. Die Streifen hatte ich nämlich schon vorbereitet und mußte sie nur noch auf 1,5 inch zuschneiden und versetzt zusammennähen. Aus dem Quadrat ist also jetzt ein deckentaugliches Rechteck mit den Maßen 205x155 cm geworden.
Ich bin auch richtig zufrieden mit dem Ergebnis. Die Quadratbordüre lenkt nicht zu sehr von den Mikadostäbchen ab und trotzdem wirkt alles nicht zu grau. Der Rand rundum ist übrigens noch ca. 10 inch breit, ohne die Bordüre wäre das zu farblos - und dann kommt das Binding dran.

Hier ist es:
Noch ein paar Details:







So jetzt kommt folgerichtig das Sandwich und dann das ganz wichtige Quilten. Das wird nochmal richtig spannend im wahrsten Sinn des Wortes, denn das muss nochmal richtig Spannung reinbringen.
Jetzt darf ich zwischendurch aber noch einen Babyquilt machen. Und darauf freu ich mich auch sehr.

Also bis demnächst und ganz lieben Dank für eure Kommentare
eure eSTe

Mittwoch, 9. September 2015

cross it - jetzt: "Mikado"

Hallo ihr Lieben,

heut nur ein kurzer Zwischenstand mit Foto des fertigen Mittelteils, das ich jetzt in "Mikado" umbenannt habe, weil er ab jetzt ein eigenes Projekt mit eigenen Ideen wird.

Der Ursprungswandbehang von Brigitte Heitland ist quadratisch. Nach Fertigstellung des Mittelteils ist es bei mir 114x100 cm groß, also rechteckig (wg der eingefügten Streifen verbreiterte sich das Quadrat). Die Seiten abzuschneiden kommt für mich jedoch überhaupt nicht in Frage. Jeder Streifen hat seinen Sinn. Was also tun? Mittlerweile habe ich mich darüber auch mit  Malu ausgetauscht. Auch mit Sandra, die mit im Kurs war, stehe ich in Kontakt. Das hat mir sehr geholfen. Danke dafür.

Ich plane, daraus eine (Gebrauchs-)Decke zu machen mit den Maßen von ca. 200x150. Es muss also noch allerhand Stoff dran und so gestaltet werden, dass dieses Mittelteil weiterhin Priorität hat. Außerdem muss eine Balance zwischen Lebendigkeit und Ruhe gegeben sein. Nur grau wär zu langweilig, zu viel Muster zu unruhig.
Wie's weitergeht weiß ich schon in etwa. Ich hab meine Denkmaschine aktiviert, eine Portion Inspiration dazu gemischt und arbeite auch schon dran. Ihr seht, momentan nimmt mich dieses Projekt ganz ein.

114x100


sieht aus dieser Persepktive gar nicht so rechteckig aus

Auch auf die Gefahr hin, dass es euch zu viel wird, möchte ich noch über das Einnähen des letzten Querstreifens erzählen.
Also, wie sich erahnen läßt, müssen beim letzten Querstreifen viele Kreuzungen beachtet werden. Erstmal kam es mir so unübersichtlich vor wie in einer rush hour. Doch dann hab ich step by step einfach markiert, geschnitten, Stoff für den neuen Streifen abgeschnitten, eingepasst und genäht. Und fertig. Und so sah es zwischendurch aus:



der fertig eingenähte Querstreifen von der Rückseite betrachtet

Das ist ein ganz tolles Projekt und bringt mir viel Spaß und Freude. Vor allem weil
- es zunächst ganz simpel (ich befürchtete langweilig) ausgesehen hat
- sich dann gezeigt hat, dass es doch nicht so einfach ist
- es bei Beachtung der Regeln und vor allem mit Genauigkeit doch leicht zu nähen ist und
   nie langweilig wird
- und weil die Farb-Muster-Zusammenstellung viel Gestaltungsspielraum läßt.

Übrigens hab ich es keine Sekunde bereut die Jelly Roll "zerstört" zu haben. So eine Serie hat was! Und die Ergänzung mit grün war das Tüpfelchen auf dem i.


Liebe Grüße
bis zum nächsten Mal

eure eSTe

Freitag, 4. September 2015

Nachtrag Rückseitenfotos Cross it

Hallo ihr Lieben,

noch kurz eine Ergänzung zum letzten Blog.
Vielleicht interessiert es einige zu sehen, wie die Rückseite des Kreuzungspunktes aussieht:



Liebe Grüße
eure eSTe

Donnerstag, 3. September 2015

"Cross-it" Kurs-Bericht

Hallo ihr Lieben,

heut endlich kann ich euch vom "Cross it"-Kurs mit Brigitte Heitland erzählen. Erstmal: es war wirklich toll und hat meine Erwartungen voll erfüllt. Lockere Atmosphäre, ein freundschaftliches Kennenlernen und eine sehr sympathische, kompetente Kursleiterin. Prima vorbereitete Kursräume im rückseitigen Teil des Quiltladens von Christine Köhne. Wir wurden bestens verpflegt mit Brezen, Kaffee und Nußteilchen.
Ohhh - ich hab das erste Mal auf einer Janome (7100) genäht und bin begeistert. Sehr genossen habe ich den Fadenabschneider !!! etwas weniger gefallen hat mir die fehlende Unterfadenüberwachung. Mehr konnte ich auch nicht ausprobieren, weil ja beim Cross it nur Geradeausnähen nötig ist.
Die Herausforderung liegt hier beim Schneiden und Zusammennähen. Das ist ganz schön verzwickt!

Grundlage ist ein 1,10 m großes Quadrat, das man durchschneidet und anschließend Streifen an beliebigen Stellen einsetzt. Hört sich simpel an, ist es auch - solange sich die Streifen nicht überkreuzen (evtl. sogar 2 oder 3 mal). Denn der alte Streifen, der sich dann natürlich unter dem neu eingesetzten befindet, soll ja in fortlaufender Linie und nicht "versetzt" erscheinen (das konnte ich jetzt nicht anders formulieren).
drei einfach eingefügte Streifen, der rote in Wartestellung
mit der ersten Kreuzung

Um das zu gewährleisten mußte ich erstmal konzentriert zuschauen und gut aufpassen, präzise nachfragen und mir alles merken; dann beim ersten selbst nähen wieder nachfragen und dann letztlich bei den weiteren Streifen darauf achten, keinen Schritt auszulassen.
Es muss nämlich ganz trickreich markiert werden und vor dem Einnähen des neuen Streifens ein genau bestimmter Anteil der kompletten Länge herausgeschnitten werden. Ihr müßt das jetzt nicht kapieren. Erstens weil ich's doch nicht so gut erklären kann, und zweitens muss man das einfach selber gesehen haben.
Jedenfalls hab ich so konzentriert gearbeitet, dass ich irgendwann die Markierungslinie einzeichnen wollte und nicht mehr wußte wo - bis ich gecheckt hab, dass es sich ja um eine simple Einfügung ohne jede Kreuzung handelt und natürlich eine Markierung weder nötig noch möglich ist.

Deshalb kommen jetzt einfach ein paar Nahaufnahmen von Kreuzungen und mein Top im Jetzt-Zustand - es ist also noch nicht fertig, weitere Heimarbeit ist gefragt. Eigentlich sollen ca. 20 Streifen eingesetzt werden, weiß ich aber noch nicht ob ich das so dicht will. Der Rand will auch noch überlegt sein. Zu gegebener Zeit präsentiere ich euch auf jeden Fall die fertige Arbeit (samt Quilting?). O je, was hab ich jetzt wieder versprochen? Ihr habt doch Geduld?


"blau" ist zwar hier aufgelegt, kam aber dann doch nicht zum Zug

aktueller Stand

Könnt ihr es sehen? Einen meiner beiden grasgrünen Außenseiter hab ich schon untergebracht.
Woher dieser helle, häßliche Punkt im oberen linken Bereich kommt, weiß ich auch nicht. Jedenfalls und GsD ist er nur in Foto und nicht real vorhanden.

Übrigens war auch die Ausstellung von Heitland mit vielen modernen Quilts und Techniken absolut sehenswert. Und auch das Geplauder mit Brigitte über ihren Werdegang und ihre Arbeit im Stoffdesign für Moda war sehr interessant.

So das war's mal wieder nach einem erfolgreichen schönen Nähtag, noch mal ein herzliches Dankeschön an Christinh an alle Kursteilnehmerinnen, die vielleicht mal hier reinschauen
eure e und ihr Team und natürlich an Brigitte Heitland.

liebe Grüße - eure eSTe

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